Die Initiatorin, Lisa Rosbach, beschreibt das Projekt

Unsere Stigmata

Wir alle werden im Laufe des Lebens mit verschiedenen Mobbingerfahrungen konfrontiert.

Ob es fremde Menschen sind, die ohne Hintergrundwissen beurteilen, wer man ist oder Lehrer*innen, die einen sofort in eine Schublade stecken.

Heutzutage ist man vor allem durch Socialmedia der direkten Stigmatisierung ausgesetzt.

Gezeigt werden äußere Fassaden, ohne Blick auf den eigentlichen Charakter.

Dabei sind die Bilder oftmals durch Filter und Fotobearbeitung gekennzeichnet und somit fernab der wahren Realität.

Innerhalb von Sekunden wird dann das Bild beurteilt und die Meinung dazu unmittelbar durch Kommentieren mitgeteilt. Die Beurteilung geschieht reflexartig, ohne einen Gedankengang an die Hintergründe dieser Person zu verschwenden.

Dabei zählt nur eine Fragestellung: Sieht die Person aus, wie die anderen Socialmedia Models, Blogger etc? Wenn nicht, warum ist sie/er so anders?‘‘

Anders gilt an dieser Stelle als negativ konnotiert. Socialmedia Plattformen geben heutzutage die Normen und Maßstäbe vor, wer nicht in dieses Bild passt wird exkludiert und oftmals auch Cybermobbing ausgesetzt.

Doch Stigmatisierung von Menschen zieht sich nach wie vor durch alle Lebensbereiche wie das indirekte und direkte soziale Umfeld (Familie, Verwandtschaft, Freundschaft, Gemeinde, Nachbarn und Bekanntenkreis).

Auch der ökonomische Hintergrund (Einkommen, Beruf, Bildung), die Lebensbedingungen (Arbeit, Wohnumfeld, Zugang zu gesundheitlicher Versorgung), gesundheitsrelevantes Verhalten (Ernährung, Rauchen, Sport, etc.) und der Gesundheitszustand (Morbidität und Mortalität) spielen dabei eine große Rolle. Oftmals ist fehlendes Hintergrundwissen und mangelnde Auseinandersetzung mit der Thematik Grund für die Stigmatisierung. Doch häufig sind Vorurteile schneller ausgesprochen, als dass man sich zur Thematik informiert.

Aufgrund des gesellschaftlichen Drucks oder Unsicherheit beugen sich viele ihren Stigmata. Dadurch werden eigene Fähigkeiten unterschätzt oder gar nicht erst genutzt. Dies führt dann dazu, dass man sich seiner Stigmatisierung beugt und aus dieser nicht ausbrechen kann. Folglich werden keine neuen Akzente in der Gesellschaft gesetzt und Vorurteile bleiben bestehen.

Zielsetzung

Sich den eigenen Stigmata stellen und somit voreingenommenen Menschen die Plattform für Vorurteile nehmen. Neue Impulse in der Gesellschaft setzen, bis sich eine offenere, tolerantere und unbefangenere Gesellschaft bildet.

Selbstbewusster werden und sich, sowie auch andere Betroffene stärken. Unterschiede und ‘‘Anderssein‘‘ positiv werten und hervorheben.

Fakten

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir benötigen von Teilnehmenden die unter 18 Jahre sind eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten Personen.

Du erhältst dein Bild in digitaler Form und kannst dies für den Privatgebrauch nutzen.

Du erhältst dein Bild nach der Ausstellung auf Großformat gedruckt.

Shootingtage:

Freitag, 25.06.2021 ab 12:00

Freitag, 02.07.2021 ab 12:00

Freitag, 09.07.2021 ab 12:00

Terminvereinbarung erforderlich.

Anmeldung unter: info@kompa-altenkirchen.de oder 02681-5899

Die Fotografin: Silvana Denker

www.silvana-denker.com

Fotografin und bodypositive Aktivistin spezialisiert auf Portrait, Fashion und Peopleaufnahmen.
Studium Fotodesign an der Akademie Deutsche Pop Köln.

Initiatorin der BodyLove Kampagne, Metallic Curves, Pitch Black und vieler anderer Kampagnen, zur Förderung der Bodypositivity.

Sie möchte mit ihrer Arbeit den Menschen helfen sich selbst zu lieben und so zu akzeptieren, wie man ist. Weg vom Bodyshaming.

Sie hat dem Mobbing und Bodyshaming den Kampf angesagt.

Sie wirkte als Coach in der TV Produktion „No Body Is Perfect“ mit und half Menschen den Blick auf ihren Körper und die eigene Körperwahrnehmung positiv zu verändern.

Der Medienpädagoge: Axel Karger

Axel Karger, freier Medienpädagoge und Lehrer, abgeordnet an das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz für den Bereich Schulentwicklung und Medienkompetenz, Leiter des Kreismedienzentrum Altenkirchen.


Auswahl der Arbeitsschwerpunkte: problembewusst und sicher Agieren in der digitalen Welt, aktive Medienarbeit, Projektentwicklung Medienbildung, Demokratieförderung, Medienethik.

Im Projekt ist er für das Medium Film und Interviews zuständig.

Die Bewegungspädagogin: Ute Fährmann

Ute Fährmann, Freiberuflich als Diplom-Sozialpädagogin und Sozialtherapeutin tätig, Kulturfachkraft in der Stadtbücherei Hachenburg und Lehrkraft an der Berufsbildenden Schule Westerburg.

Arbeitsschwerpunkte für das Projekt: Erfahrungen und Elemente der bewegungstherapeutischen Arbeit in das Projekt zielgruppengerecht zu integrieren.

Requisitenbau: Dipl. Sozialpädagogin und Tischlerin Katja Manz-Schumann

Arbeitsschwerpunkte für das Projekt: Bau der Requisiten- und Ausstellungsaufbau.

Initiatorin: Lisa Rosbach

Im Rahmen ihres Praktikums im KOMPA, kam ihr die Idee zu diesem Projekt.

Aufgaben im Projekt sind Koordination, Teilnehmende werben und Projektbegleitung.

Projektleitung und Mitinitiator KOMPA: Dominic Pritz

Im Rahmen seiner Arbeit im KOMPA, unterstützte er die Idee zu diesem Projekt.

Aufgaben im Projekt sind Koordination, Teilnehmende werben, Projektbegleitung und Schriftverkehr.

Kooperationspartnerin Mehrgenerationenhaus: Silke Seyler

Im Rahmen der Kooperation unterstützt sie dieses Projekt.

Aufgaben im Projekt sind Teilnehmende werben, Verpflegung an Aktionstagen und Projektbegleitung.

Kooperationspartnerin August-Sander-Schule: Petra Eul Orthen

Im Rahmen der Kooperation unterstützt sie dieses Projekt.

Aufgaben im Projekt sind Teilnehmende werben, Projektbegleitung und Ausstellungsbegleitung (Schulklassenführungen).

Co.-Host Fotografin : Shamaja Zeitz

Im Rahmen des Projekts unterstützt sie die Fotografin.

Aufgaben im Projekt sind Fotografie und Bildbearbeitung.

Co.-Host Interviews und Videogestaltung : Cedrik Inger

Im Rahmen des Projekts unterstützt er den Mediengestalter.

Aufgaben im Projekt sind Interviewverarbeitung und Videoschnitt.

Partner des Projektes: